Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
In diesem Abschnitt erfahren Sie, welche technischen und baulichen Bedingungen erfüllt sein müssen, damit Ihre Wärmepumpe mit normalen Heizkörpern zuverlässig, effizient und kostengünstig arbeiten kann. Das ist der Schlüssel, um Fehlentscheidungen und unnötige Kosten zu vermeiden.
Gute Dämmung ist das A und O
Je besser Ihr Haus gedämmt ist, desto geringer ist der Wärmeverlust – und desto effizienter kann eine Wärmepumpe arbeiten. Denn sie liefert ihre Heizleistung mit niedriger Temperatur. Wenn durch schlecht gedämmte Wände oder Fenster ständig Wärme entweicht, kommen klassische Heizkörper bei 40 oder 45 Grad einfach nicht mehr hinterher.
Typische Schwachstellen:
- Ungedämmte Außenwände
- Einfachverglasung oder alte Fensterrahmen
- Unzureichend gedämmtes Dach oder Kellerdecke
Fazit: Ohne grundlegende Dämmung kann es sein, dass Ihre Heizkörper für eine Wärmepumpe zu klein sind – oder die Wärmepumpe zu ineffizient läuft.
Tipp: Auch Teilsanierungen können schon viel bringen – zum Beispiel neue Fenster oder eine Dämmung der obersten Geschossdecke.
Systemtemperaturen und Heizlast prüfen
Ein Heizsystem ist wie ein Maßanzug – es muss passen. Die entscheidende Frage lautet: Wie viel Wärme benötigt Ihr Haus, um bei -10 Grad Außentemperatur drinnen 21 Grad zu erreichen? Das nennt man Heizlastberechnung. Auf dieser Basis kann geprüft werden, ob die vorhandenen Heizkörper groß genug sind.
Ziel ist, das System auf möglichst niedrige Vorlauftemperaturen auszulegen – denn nur dann arbeitet die Wärmepumpe effizient und spart Stromkosten.
Erfahrung aus dem Klimeo-Netzwerk: Häuser mit einer Heizlast unter 50–60 W/m² sind oft bereits gut geeignet für den Einsatz einer Wärmepumpe mit normalen Heizkörpern.
Hydraulischen Abgleich nicht vergessen
Viele Heizsysteme laufen ineffizient, weil der Wasserdruck im Heizkreislauf nicht korrekt verteilt ist. Folge: Manche Heizkörper werden heiß, andere bleiben kalt. Das senkt nicht nur den Komfort, sondern auch die Effizienz der Wärmepumpe.
Der sogenannte hydraulische Abgleich sorgt dafür, dass jede Heizfläche genau die richtige Menge warmes Wasser bekommt. Das ist nicht nur technisch sinnvoll, sondern in vielen Fällen auch Voraussetzung für Fördermittel.