Was ist ein dynamischer Stromtarif – und wie funktioniert er?
Der Preis folgt der Börse
Bei einem klassischen Stromtarif zahlen Sie einen festen Betrag pro Kilowattstunde – egal ob die Sonne scheint, Wind weht oder trübes Winterwetter herrscht. Bei einem dynamischen Tarif ist das grundlegend anders: Der Arbeitspreis ist direkt an den Börsenstrompreis gekoppelt, genauer gesagt an den sogenannten Day-Ahead-Preis der europäischen Strombörse EPEX Spot.
Wie die Verbraucherzentrale erläutert, wird dort heute Strom gehandelt, der morgen geliefert wird. Die Preise ändern sich in der Regel viertelstündlich, und damit schwanken auch Ihre Kosten je nach Tageszeit und Wetterlage.
Die Preislogik dahinter ist eingängig: Viel Wind und Sonne bedeuten günstigen Strom. Dunkle, windstille Winterabende bedeuten teuren Strom. Der Verlauf an einem typischen Werktag bildet laut Verbraucherzentrale oft ein „M": Morgens gegen 8 Uhr und abends zwischen 18 und 21 Uhr sind die Preise am höchsten, mittags, nachmittags und nachts sind sie häufig deutlich günstiger. Das ist die Chance für Wärmepumpenbesitzer: Wer das Heizen gezielt in günstige Stunden verlagert, kann real Geld sparen.