Wie wird die benötigte kW-Leistung berechnet?
Die korrekte Dimensionierung Ihrer Wärmepumpe basiert auf einer einfachen Grundregel: Die Heizleistung muss dem tatsächlichen Wärmebedarf Ihres Hauses entsprechen. Dafür reicht es nicht, nur auf die Wohnfläche zu schauen. Es braucht eine exakte Heizlastberechnung.
Die sogenannte Heizlast beschreibt, wie viel Wärmeenergie (in Kilowatt, also kW) benötigt wird, um ein Gebäude auch an kalten Tagen auf angenehme Raumtemperatur zu bringen. Sie hängt nicht nur von der Größe Ihres Hauses ab, sondern auch von Dämmung, Fensterflächen, Geschosszahl, Lage, Himmelsrichtung und natürlich dem regionalen Klima.
Das bedeutet: Ein schlecht gedämmter Altbau braucht deutlich mehr Leistung als ein modern saniertes Haus mit guter Dämmung, selbst wenn beide gleich groß sind.
Wer die benötigte Leistung der Wärmepumpe fürs Einfamilienhaus berechnen will, kommt an diesen Faktoren nicht vorbei:
- Wohnfläche in m²
- Baujahr und Dämmstandard der Gebäudehülle
- Fensteranteil und -qualität
- Anzahl der Außenwände und Geschosse
- Heizverhalten der Bewohner
- Klimazone / Region (z. B. Bayern vs. Norddeutschland)
Eine grobe Faustregel zur Orientierung lautet: Pro m² Wohnfläche werden im Schnitt 50 bis 100 Watt Heizleistung benötigt. Das bedeutet für ein durchschnittlich gedämmtes Einfamilienhaus mit 120 m²: ca. 6–10 kW Heizleistung – je nach individueller Situation.
Sie möchten den Wärmebedarf für Ihr Gebäude professionell ermitteln lassen? Dann empfehlen wir Ihnen eine individuelle Heizlastberechnung durch einen Fachbetrieb vor Ort.